Aktuelle Meldungen

Hier finden Sie Meldungen des Bündnisses Therapieberufe an die Hochschulen. Das Bündnis bezieht Position zu Aspekten der Akademisierung der Therapieberufe.

13.07.2021

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur hochschulischen Ausbildung

Das Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen beantwortet in einer Liste häufig gestellte Fragen (FAQ) rund um die Modernisierung der Berufsgesetze und die Gründe für eine hochschulische Ausbildung in den Bereichen der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie.

Haben Sie eine Frage zur hochschulischen Ausbildung, die hier noch nicht beantwortet ist? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an kontakt@buendnis-therapieberufe.de.

Kennen Sie schon die Facebook-Seite des Bündnisses? Falls nicht, freuen wir uns auf einen Besuch und auch gerne ein „Gefällt mir“ von Ihnen – einfach hier klicken und direkt zur Facebook-Seite gelangen.

11.05.2021

Hochschulische Ausbildung: Teilerfolg erzielt

Die Modellphase für die primärqualifizierenden Studiengänge in den Therapieberufen soll nun doch „nur“ bis Ende 2024 verlängert werden. So sieht es ein Änderungsantrag der Regierungskoalition zum Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) vor.

Die Modellklausel in den bestehenden Berufsgesetzen der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie sollte laut Kabinettsentwurf bis zum Jahr 2026 verlängert werden, also bis in die übernächste Legislaturperiode – eine Verschiebung auf die lange Bank! Die Partner des Bündnisses „Therapieberufe an die Hochschulen“ haben mit einer gemeinsamen Stellungnahme eine Verlängerung bis maximal in die nächste Legislaturperiode gefordert. Diese Forderung haben die Regierungsparteien nun aufgegriffen. Im Änderungsantrag von CDU/CSU und SPD heißt es: „Das Fortbestehen der bisherigen Modellstudiengänge wird im Hinblick darauf gesichert, dass sie gegebenenfalls ein wichtiger Baustein sein können, um reguläre akademische Ausbildungsangebote aufzubauen“. Die Regierungskoalition setzt damit ein Zeichen für die kommende Legislaturperiode, in der bei der Novellierung der Ausbildungen in den Therapieberufen über die Ausgestaltung der hochschulischen Ausbildung entschieden werden soll.

Nach aktuellem Zeitplan wird der Deutsche Bundestag über das GVWG in der kommenden Woche in 2. und 3. Lesung entscheiden. Das Gesetz muss danach noch in 2. Lesung den Bundesrat passieren.

03.12.2020

Eine weitere Verlängerung der Modellklausel schadet den Studiengängen

Im Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für ein `Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung` (GVWG) vom 23. Oktober 2020 findet sich die Absicht, die Modellklausel zur Erprobung von berufsqualifizierenden Studiengängen für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie um weitere fünf Jahre, also bis zum Jahr 2026, zu verlängern. Die Modellstudiengänge werden bereits seit über zehn Jahren erprobt, und das BMG hat diese bereits positiv evaluiert. Eine weitere Verlängerung würde den Studiengängen nicht nutzen, sondern schaden. Den Schaden hätten Studierende und Hochschulen. Denn: befristete Modellstudiengänge bedeuten für sie Planungsunsicherheit und Investitionsrisiken. Zum anderen würde das unbegründete Nebeneinander von zwei Ausbildungswegen, dem fachschulischen und dem hochschulischen-, fortgesetzt. Das stellt für den Staat, also für die Steuerzahler, eine unnötig hohe Kostenbelastung dar. Nicht zuletzt würde eine weitere Verlängerung der ohnehin schon langen Erprobungsphase die Studierwilligen verunsichern, die sich darauf verlassen wollen und müssen, dass durch die Anerkennung der Studiengänge als reguläre Ausbildungsform auch ihre Studienabschlüsse allgemeine Anerkennung finden.

Die Überführung der Modellstudiengänge in ein Regelangebot ist dringend geboten, und zwar jetzt, nicht erst in fünf Jahren. Ohnehin steht aktuell die überfällige Reform der Berufsgesetze an. Das Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen fordert für die Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie eine flächendeckend hochschulische Ausbildung als Regelangebot. Nur so, lässt sich der Anspruch an die Therapieberufe auf eine wissenschaftlich begründete, evidenzbasierte Patientenversorgung und eine auf die Berufe bezogene Forschung sicherstellen.

01.12.2020

Letztes Treffen des Bündnisses „Therapieberufe an die Hochschulen“ in 2020 – Planungen für 2021

 

Die nächsten Schritte auf dem gemeinsamen Weg zur hochschulischen Ausbildung der Therapieberufe haben die Vertreter/innen der beteiligten Verbände des Bündnisses „Therapieberufe an die Hochschulen“ am 1. Dezember 2020 im Rahmen einer Videokonferenz festgelegt und vorbereitet.

Wichtigste Inhalte waren hierbei neben der Reflexion des aktuellen Standes der politischen Situation und der Ergebnisse geführter Gespräche, die Problematik der möglichen Verlängerung der Modellklausel (siehe hierzu unsere Meldung vom 25. November 2020), die Abstimmung weiterer Inhalte für die Website und die nächsten Schritte im Rahmen der gemeinsamen Kampagne.

Auf dem Foto zu sehen (von oben links nach unten rechts: Ursula Cüppers-Böhle (PHYSIO-DEUTSCHLAND), Prof. Bernhard Borgetto (HVG), Angelika Reinecke (DVE), Ute Merz (PHYSIO-DEUTSCHLAND), Joachim Rottenecker (VAST), Prof. Annette Probst (Fachbereichstag Therapiewissenschaften), Oliver Peters und Steffen Gabriel (Verband Physikalische Therapie (VPT)), Dagmar Karrasch (dbl), Prof. Jutta Räbiger (HVG), Julia Schirmer (DVE), nicht auf dem Bild aber auch dabei: Azzisa Pula-Keuneke (dbl-Referat Bildung) und Uwe Eisner (PHYSIO-DEUTSCHLAND).

13.11.2020

Vollständig hochschulische Ausbildung der Therapieberufe gefordert

Eine grundlegende Reform der Ausbildungsstruktur für die Ergotherapie, die Logopädie und die Physiotherapie fordert das „Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen“. Ziel müsse es sein, die bisherigen (berufs-)fachschulischen Ausbildungen bis zum Jahr 2030 vollständig in hochschulische Ausbildungen zu überführen, schreibt das Bündnis in einer nun veröffentlichten Stellungnahme. Dafür müsse der Gesetzgeber jetzt die Weichen stellen.

Das Bündnis bezieht sich in seiner Stellungnahme auf das Eckpunktepapier „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe“ der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die unter der Leitung des Bundesgesundheitsministeriums steht und von der Gesundheitsministerkonferenz ins Leben gerufen wurde. Anlässlich des Koalitionsvertrags der Regierungsparteien sollte die Bund-Länder-Arbeitsgruppe prüfen, wie sich die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie neu ordnen lässt, um sie für künftige Herausforderungen zu stärken. Im Eckpunktepapier schreibt die Arbeitsgruppe zwar, dass die Bundesregierung für die Gesundheitsberufe „attraktive Ausbildungsmöglichkeiten“ schaffen will. Dabei sieht sie zwar richtiger- und notwendigerweise für die Logopädie die Prüfung einer vollständig hochschulischen Ausbildung vor, nicht aber für die Ergotherapie und die Physiotherapie. Das ist für das „Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen“ nicht nachvollziehbar.

Für das Bündnis führt kein Weg daran vorbei, dass alle Angehörigen von Therapieberufen, also auch die der Ergotherapie und der Physiotherapie, künftig nur noch an Hochschulen ausgebildet werden. Das sei vor allem deshalb wichtig, weil evidenzbasierte Diagnostik und Intervention, die komplexen Versorgungsbedarfen gerecht werden, eine wissenschaftliche Qualifikation aller Berufsangehörigen erfordere. Neue Forschungserkenntnisse in die Therapie einfließen zu lassen sei wichtig für eine moderne und sichere Patientenversorgung. „Eine vollständige hochschulische Ausbildung steigert zudem die Attraktivität der Therapieberufe und wirkt damit dem Fachkräftemangel entschieden entgegen. Darüber hinaus leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung der Patientenversorgung“, verdeutlicht Bernhard Borgetto, Sprecher des Bündnisses. In allen anderen EU-Mitgliedsstaaten findet die Ausbildung der Therapieberufe bereits seit Jahren an Hochschulen statt. Deutschland bilde hier nicht nur europaweit, sondern auch weltweit das Schlusslicht bei der Akademisierung. Das müsse sich ändern – und zwar jetzt.

Diese und weitere Forderungen hat das Bündnis in seiner Stellungnahme formuliert.

Zum „Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen“ haben sich die größten Verbände dieser Berufsfelder zusammengeschlossen:

  • Deutscher Bundesverband für Logopädie e. V. (dbl),
  • Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V. (DVE),
  • Fachbereichstag Therapiewissenschaften (FBTT),
  • Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e. V. (HVG),
  • Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten e. V. (IFK),
  • Deutscher Verband für Physiotherapie e. V. (PHYSIO-DEUTSCHLAND),
  • Verbund für Ausbildung und Studium in den Therapieberufen (VAST) und
  • Verband Physikalische Therapie e. V. (VPT).

06.03.2020

Pressemitteilung des Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen

Bund‑Länder-Arbeitsgruppe „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe“ zieht aus der richtigen Analyse die falschen Schlussfolgerungen.

Das „Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen“, ein Zusammenschluss der acht mitgliederstärksten Berufs-, Hochschul- und Berufsfachschulverbände, begrüßt, dass die Bund‑Länder-Arbeitsgruppe „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe“ in dem gestern bekannt gewordenen Eckpunktepapier die Herausforderungen in der Zukunft des Gesundheitswesens bestätigt. Die Arbeitsgruppe leitet aus Sicht des Bündnisses daraus noch nicht die erforderlichen nächsten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Patientenversorgung in Deutschland ab.

Zunehmende Herausforderungen können für eine zukunftsfähige Versorgung der Patientinnen und Patienten nur bedeuten, dass ein verantwortungsbewusstes Gesundheitssystem auch den Ausbildungsgrad der Berufsgruppen anpasst. Daher begrüßt das Bündnis die Empfehlung zu einer künftigen vollakademischen Ausbildung in der Logopädie.

Eine „Teilakademisierung“, also die gesetzliche Festschreibung des Nebeneinanders von hochschulischen und berufsfachschulischen Abschlüssen in der Ergotherapie und der Physiotherapie, spaltet ganze Berufsgruppen und ist aus Sicht des Bündnisses mittelfristig schädlich für eine flächendeckend hochwertige Versorgung. Die betroffenen Akteure sind bereit, an der Weiterentwicklung ihrer Berufe aktiv mitzuwirken.

„Die Herausforderungen im Gesundheitswesen erfordern eine Erhöhung des Ausbildungsniveaus, was auf Dauer nur mit einer vollständigen hochschulischen Verankerung der Berufsausbildung der Gesundheitsfachberufe erreicht werden kann. Das Nebeneinander von verschiedenen Ausbildungswegen in der jeweiligen Profession bringt schon heute für alle Beteiligten – Berufseinsteigende, Arbeitgebende sowie Patientinnen und Patienten – enorme Verunsicherung und Unklarheit mit sich. Das ist nicht zukunftsfähig“, erklärt der Sprecher des Bündnisses, Prof. Dr. Bernhard Borgetto, von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim.

Über das Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen

In unserem Bündnis haben sich mit dem Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl), dem Deutschen Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE), dem Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e.V. (HVG), dem Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten e.V. (IFK), dem Deutschen Verband für Physiotherapie e. V. (PHYSIO-DEUTSCHLAND), dem Verbund für Ausbildung und Studium in den Therapieberufen (VAST), dem Verband Physikalische Therapie e.V. (VPT) und dem Fachbereichstag Therapiewissenschaften (FBTT), die mitgliederstärksten Berufs- und Ausbildungsverbände dieser Berufsfelder zusammengeschlossen. Gemeinsam repräsentieren wir die führenden Bündnisse der Hoch- und Berufsfachschulen sowie über 130.000 Ausübende und Auszubildende der Gesundheitsfachberufe Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie, die die künftige Patientenversorgung in Deutschland gewährleisten sollen. Dies ist der Großteil der jeweiligen organisierten Arbeits- und Ausbildungsleistenden.

28.11.2019

Pressemitteilung: „Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen“ positioniert sich gegenüber der Politik

Jetzt die Weichen stellen für eine zukunftsfeste Ausbildung der Therapieberufe in Deutschland!

Die größten Verbände der Therapieberufe sind sich einig und sprechen mit einer Stimme: Eine vollständig hochschulische Berufsausbildung der Ergotherapie, der Logopädie und der Physiotherapie ist dringend notwendig.

In einem Positionspapier erläutert das neue „Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen“, dass nur durch eine Modernisierung der Ausbildungen die therapeutische Patientenversorgung nachhaltig interdisziplinär und evidenzbasiert gestaltet sowie die Therapeutinnen und Therapeuten adäquat auf Herausforderungen wie den demographischen Wandel und die Zunahme chronischer, psychischer und neurologischer Erkrankungen vorbereitet werden können.

Aktuell steht der steigende Behandlungsaufwand sinkenden Absolventenzahlen und einer hohen Abwanderung aus den Therapieberufen gegenüber. Erst im letzten Monat ging aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion hervor, dass die Ausbildungszahlen in den drei Berufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie seit drei Jahren rückläufig sind. Eine Modernisierung der Ausbildungen hin zu einem grundständigen Studium steigert die Attraktivität der Berufsbilder nachweislich, das bescheinigt auch die aktuelle VAMOS-Studie in Nordrhein-Westfalen. Nach Veröffentlichung der VAMOS-Studie bestätigt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), dass die Kompetenzen der Bachelorabsolventen in der Praxis bei den Patienten ankommen und sie dort auch dringend gebraucht werden.

Zur Sicherung einer hohen Qualität in der therapeutischen Patientenversorgung und zur Überwindung eines bereits existenten Fachkräftemangels in den Therapieberufen fordert das Bündnis die Politik deshalb auf, den Beschluss für eine vollständig hochschulische Ausbildung noch in dieser Legislaturperiode zu fassen. Dementsprechend hat das Bündnis dem Bundesministerium für Gesundheit konkrete Vorschläge vorgelegt, um die Akademisierung innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahren umzusetzen.

In einem sukzessiven Transformationsprozess können die erforderlichen Studienkapazitäten für eine flächendeckend hochschulische Ausbildung in den Fachrichtungen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie erreicht werden. Der Ausbau der vorhandenen primärqualifizierenden Kapazitäten sowie der Aus- und Umbau der weiteren Studiengänge bieten sehr gute Voraussetzungen für die erforderliche Ausbildungsreform. Dabei würde die Verlagerung der Ausbildung an Hochschulen den Zugang für Berufsanwärterinnen und -anwärter ohne Hochschulzugangsberechtigung nicht erschweren. Denn: Zum einen verfügen bereits heute sehr viele angehende Berufsangehörige über eine Hochschulzugangsberechtigung. Zum anderen existieren im deutschen Bildungssystem ohnehin grundsätzliche Vorkehrungen zur Erleichterung der Durchlässigkeit je nach Schulabschluss. Zusätzlich würde beispielsweise mit dem Beruf des Medizinischen Massagetherapeuten ein niedrigschwellig zu erlernender Beruf erhalten bleiben, der den Weg in die Weiterqualifizierung eröffnen könnte. Die Ausbildung der Therapeutinnen und Therapeuten gehört an die Hochschule – und zwar zeitnah!

Über das Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen:

Im „Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen“ haben sich die größten und relevantesten Berufs- und Ausbildungsverbände der Therapieberufe Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie zusammengeschlossen. Gemeinsam repräsentieren die Partner über 130.000 Ausübende und Auszubildende der Gesundheitsfachberufe Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie sowie die führenden Zusammenschlüsse der Hoch- und Berufsfachschulen.

Hier die Bündnispartner:

  • Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)
  • Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE)
  • Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e.V. (HVG)
  • Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten e.V. (IFK)
  • Deutscher Verband für Physiotherapie e. V. (PHYSIO-DEUTSCHLAND)
  • Verbund für Ausbildung und Studium in den Therapieberufen (VAST)
  • Verband Physikalische Therapie e.V. (VPT)
  • Fachbereichstag Therapiewissenschaften (FBT)

Haben Sie Fragen zum Positionspapier und zum Bündnis? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an Medien@buendnis-therapieberufe.de.

11.05.2021

Hochschulische Ausbildung: Teilerfolg erzielt

Die Modellphase für die primärqualifizierenden Studiengänge in den Therapieberufen soll nun doch „nur“ bis Ende 2024 verlängert werden. So sieht es ein Änderungsantrag der Regierungskoalition zum Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) vor.

Die Modellklausel in den bestehenden Berufsgesetzen der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie sollte laut Kabinettsentwurf bis zum Jahr 2026 verlängert werden, also bis in die übernächste Legislaturperiode – eine Verschiebung auf die lange Bank! Die Partner des Bündnisses „Therapieberufe an die Hochschulen“ haben mit einer gemeinsamen Stellungnahme eine Verlängerung bis maximal in die nächste Legislaturperiode gefordert. Diese Forderung haben die Regierungsparteien nun aufgegriffen. Im Änderungsantrag von CDU/CSU und SPD heißt es: „Das Fortbestehen der bisherigen Modellstudiengänge wird im Hinblick darauf gesichert, dass sie gegebenenfalls ein wichtiger Baustein sein können, um reguläre akademische Ausbildungsangebote aufzubauen“. Die Regierungskoalition setzt damit ein Zeichen für die kommende Legislaturperiode, in der bei der Novellierung der Ausbildungen in den Therapieberufen über die Ausgestaltung der hochschulischen Ausbildung entschieden werden soll.

Nach aktuellem Zeitplan wird der Deutsche Bundestag über das GVWG in der kommenden Woche in 2. und 3. Lesung entscheiden. Das Gesetz muss danach noch in 2. Lesung den Bundesrat passieren.

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